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Bildungsmanufaktur

Die Bildungsmanufaktur ist etwas Besonderes: Mehr als 100 Schülerinnen und Schüler arbeiten gemeinsam daran, eine Vielzahl an Produkten anzubieten. Catering? Check! Zirkusworkshops? Check! Betonprodukte? Check! Wir haben mit Helene, Nemo und Ole gesprochen und ein bisschen hinter die Kulissen geschaut.

 

 

Helene: Wir sind die Geschäftsführung der Bildungsmanufaktur.

 

Ole: Wir kommen aus Halle. Wir sind Schülerinnen und Schüler an der Freien Schule Bildungsmanufaktur.

Nemo: Unsere Schülerfirma ist ein Schulprojekt, das Wirtschaft besser verständlich machen und auch hauswirtschaftliche Arbeit vermitteln soll. Unser größtes Standbein ist deshalb auch das Catering – für Familienveranstaltungen, Tagungen, sogar ein hundertjähriges Jubiläum haben wir letztens gecatert. Aber wir machen natürlich auch andere Dinge: Eine Schülerzeitung bringen wir alle zwei Monate heraus, wir produzieren Postkarten und Betonartikel. Auch Zirkus-Workshops für Kindergartenkinder und Stadtführungen bieten wir an.

 

Nemo: Beides. Oft kommen die Leute auf uns zu, weil sie uns irgendwo gesehen haben und unsere Schule kennen. Aber wir haben natürlich klar abgesteckte Bereiche: Dienstleistungen, Kunst, Kultur, Kulinarisches.

Ole: Auf unserer Website kann man bestimmte Dinge, mit denen wir werben, direkt anfragen. Seien es Zirkusaufführungen oder Stadtführungen oder eben ein breites Angebot für Caterings. Aber man kann uns auch schreiben und gewisse Besonderheiten anfragen, wie zum Beispiel eine Stadtführung zu einem bestimmten Thema.

Helene: Alle Ideen, auch die, die von unseren Kunden an uns herangetragen werden, haben wir eigentlich in unser Programm aufgenommen. Wenn dann eine neue Anfrage kommt und wir denken, dass wir das möglich machen können, dann machen wir das auch. (lacht)

Nemo: Sehr viel! Alleine schon die verschiedenen Rechtsformen von Unternehmen: Bei unserer Gründung haben wir uns angeschaut, was eine Aktiengesellschaft oder eine GmbH ausmachen. Da mussten wir uns schließlich entscheiden. Aber ich habe auch hauswirtschaftliche Sachen gelernt – Kochen und hygienisches Arbeiten. Und man lernt natürlich, wie man Angebote, Rechnungen oder auch einfach eine E-Mail schreibt. Ganz grundsätzliche Sachen, die ich später in meinem Leben noch brauchen werde.

Ole: Bei mir ist es vor allem der buchhalterische Teil. Da hätte ich jetzt nicht gewusst, wie das alles funktioniert. Aber da wir da ja auch mit der großen Buchhaltung der Schule kooperieren, habe ich viel gelernt. Wir machen das ja schließlich nicht nur zum Spaß. Alles was wir machen geht letztlich in die Buchhaltung des Hauses mit ein. Wir müssen darauf achten, da ordentlich und gewissenhaft zu arbeiten – wie in jedem anderen Unternehmen.

Helene: Letztens hatten wir ein Catering und ich konnte schon vorab viel besser einschätzen, wieviel wir brauchen. Das lernt man mit der Zeit. Ich habe so viele Einkaufszettel geschrieben! Und man lernt natürlich, was so möglich ist. Wie lange man für bestimmte Aufgaben braucht – und dass man sich da ganz schön verschätzen kann.

 

„Die Schülerinnen und Schüler setzen sich ihre Ziele selbst. Wir nehmen da eigentlich keinen Einfluss drauf. Dadurch haben sie automatisch auch einen hohen Anspruch an sich, weil sie die Ziele selbst vorgeben.“

Doreen Iser, Pädagogin und Koordinatorin in der Freien Schule Bildungsmanufaktur

Nemo: Wir haben da auf der letzten Gesellschafterversammlung drüber gesprochen. Als nächstes wollen wir uns eine Kaffeemaschine besorgen, damit wir bei Caterings nicht nur Filterkaffee anbieten können.

Helene: Einen richtigen Kaffeevollautomaten wollen wir, der dann auch Latte Macchiatos und ähnliches machen kann.

Nemo: Genau. Damit wir nicht mehr nur Filterkaffee anbieten können. Auch unsere Hemden sollen noch mit Logos und Slogans bestickt werden. An besseren Visitenkarten arbeiten wir auch.

Helene: Ein Schild soll zudem an die Hauswand.

Ole: Wir achten immer darauf, dass wir die Qualität, die wir jetzt schon anbieten, an allen notwendigen Stellen mit der Zeit noch verbessern. Beim letzten Tag der offenen Tür zum Beispiel haben wir Betonprodukte ausprobiert und festgestellt, dass uns das ganz gut gefällt. Deshalb wollen wir das jetzt etablieren und wieder anbieten.

Nemo: Unser Anspruch ist es, dass es keinen Stillstand gibt. Wir wollen uns verbessern und immer professioneller werden.

Helene: Ich denke, insbesondere beim Marketing können wir uns noch verbessern.

Nemo: Und wir lernen von anderen. Demnächst machen wir eine Fortbildung, um zu lernen, wie man richtig kellnert – und welches Besteck für welches Essen geeignet ist. Wir können uns nicht alles selbst beibringen. Aber wir können es von Profis lernen.

Ole: Natürlich versuchen wir auch, uns in der Firma weiterzubilden. Wir bieten jetzt einen Workshop für Schülerinnen und Schüler an, die im Leitungsteam arbeiten und den Leitungsteil mit übernehmen wollen. Und das haben wir auch schon in der Vergangenheit angeboten.

 

Helene: In jedem Jahrgang gibt es Leute, die keine Lust haben, mitzumachen – und das muss dann natürlich auch keiner. In meiner Klasse zum Beispiel bin ich eine von ganz wenigen, die mitmachen möchten, aber dann ist das so: Es machen alle mit, die Lust darauf haben.

Ole: Es gibt auf jeden Fall Interesse an der Mitarbeit. Ob das dann auf die praktische Arbeit begrenzt bleibt, oder bis zum Mitgestalten des organisatorischen Teils reicht, das werden wir sehen. Das braucht ja manchmal auch einfach eine Weile. Im Leitungsteam zum Beispiel, das sich eigentlich wöchentlich trifft, haben wir auch Leute, die nur ab und zu dabei sind, weil sie nicht alles interessiert. Die arbeiten dann aber bei den Themen mit, die sie spannend finden.

Nemo: Wir haben definitiv keinen Mangel an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und auch nicht an Mitgliedern im Leitungsteam. Zum größten Teil sind immer noch die dabei, die von Anfang an mitgemacht haben. Es kommen immer wieder neue dazu, aber wir müssen nicht aktiv suchen.

Nemo: Gründerkids hat uns wahnsinnig geholfen. Wir haben die Schülerfirma ja mit ihnen zusammen gegründet. Diana Redner war von Anfang an mit dabei. Das war sehr wichtig!

Ole: Aber auch unsere Geschäftsführung aus unserer Schule hilft uns wahnsinnig. Wir treffen uns regelmäßig mit denen und arbeiten auch an strukturellen Sachen, an denen Schule und Firma zusammenkommen. Das hat uns total geholfen! Sie haben uns ihre eigenen Erfahrungen aus der Gründung des Hauses weitergegeben.

Helene: Das gilt vor allem auch für die Buchhaltung. Wir haben eigentlich alles von der Buchhaltung unserer Schule gelernt. Die unterstützen uns da immer.

Ole: Die Elternschaft natürlich auch. Zum Beispiel hat uns bei der Gründung ein Elternteil, das Anwalt ist, beraten.

 

 

Danke für das Gespräch!

 

 

Fotos: © Friedrich Bungert / DKJS

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