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Fachtag in Halle: GRÜNDERKIDS informiert zur Relevanz der Schülerfirmenarbeit

GRÜNDERKIDS
© DKJS 2018 / Ricarda Braun

Unter dem Titel “Eigeninitiativ, motiviert, kreativ – In Schülerfirmen Persönlichkeit bilden und Kompetenzen entwickeln” lud das Projekt GRÜNDERKIDS – Schülerfirmen Sachsen-Anhalt in Kooperation mit dem Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung (LISA) am vergangenen Freitag zu seinem landesweiten Fachtag ein. Rund 100 Teilnehmende aus Schule, Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Verwaltung erfuhren dort, weshalb Schülerfirmen als Lehr- und Lernarrangement in der Arbeitswelt 4.0 für alle jungen Menschen bildungsrelevant sind.

Eigeninitiative, Kreativität und unternehmerische Kompetenz – diese Fähigkeiten sind aus Sicht der EU-Kommission Schlüsselkompetenzen, die jeder Bürger bzw. jede Bürgerin im 21. Jahrhundert entwickeln muss, um sein Leben privat, beruflich und gesellschaftlich kompetent in die eigenen Hände zu nehmen. Wie Schülerfirmen dazu beitragen können, diese Schlüsselkompetenzen zu entwickeln, wurde in Halle rege diskutiert.

Den zentralen Impuls für den Veranstaltungstag gab Prof. Johannes Lindner, Initiator und Leiter der Initiative for Teaching Entrepreneurship und Fachbereichsleiter für Entrepreneurship Education der KPH Wien/Krems. Prof. Lindner verdeutlichte anschaulich, welche Potenziale Entrepreneurship Education Kindern und Jugendlichen aus allen Schulformen, den Schulen und der Gesellschaft bietet: Um Antworten auf gesellschaftliche, wirtschaftliche und soziale Fragen der Zukunft zu finden, brauche es mündige und kompetente Menschen, die eigenständig Ideen und Lösungen für Herausforderungen entwickeln. Diese Kompetenzen gelte es bereits in der Schule zu stärken, denn “alle zukünftigen Entrepreneure sitzen heute in Ihren Klassenzimmern”, so die Botschaft von Prof. Lindner.

Anschließend luden Pädagoginnen und Pädagogen, die seit langem erfolgreich Schülerfirmen begleiten, sowie Vertreterinnen und Vertreter von zwei Schülerfirmen als Experten zum Praxisaustausch an acht verschiedene Thementische ein. Hier erhielten die Teilnehmenden konkrete Anregungen und Tipps, wie die Einbindung von Schülerfirmen in den verschiedenen Schulformen gelingen kann und wie mit Schülerfirmen schulische Bildungsziele und Entwicklungsthemen aufgegriffen werden können. So gab es z.B. fachlichen Austausch zu den Anknüpfungsmöglichkeiten von Schülerfirmen an die Themen Wirtschaftsunterricht praxisnah gestalten, Praxisnahe (Aus)bildung ermöglichen, Lernräume für digital-vernetztes Lernen schaffen sowie Berufswahlkompetenz entwickeln.

Am Nachmittag lernten die Gäste im Rahmen von fünf verschiedenen Workshops Methoden und Instrumente kennen, mit denen sie die Entwicklung von Entrepreneurial Skills in Schülerfirmen optimal fördern können. So erfuhren die Teilnehmenden, wie sie durch inspirierende (Lern-)räume und die passende Technik, die Kreativität der Schülerinnen und Schüler fördern können. Auch wurde vermittelt, dass herausfordernde Ziele und wirksames Feedback die Eigenmotivation von jungen Menschen gezielt wecken, halten und unterstützen können.

Einen inspirierenden und motivierenden Abschluss bildeten die „Impulse to go“: Die fünf Workshop-Leitungen gaben allen Teilnehmenden je einen Praxistipp, wie Kompetenzentwicklung in Schülerfirmen wirksam gestaltet werden kann. So empfahl Lehrerin und Schülerfirmenbegleiterin Pia Götze den teilnehmenden Pädagoginnen und Pädagogen: “Haben Sie den Mut, eine Schülerfirma zu gründen! Nehmen Sie sich selbst in der Schülerfirmenarbeit zurück! Vertrauen Sie Ihren Schülerinnen und Schülern und deren Fähigkeiten! Seien Sie fehlerfreundlich und lassen Sie Entwicklungen zu.”

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