Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Durch die weitere Nutzung dieser Website erklären Sie sich mit der Verwendung von Cookies einverstanden. Mehr Infos >

Grevener Schülerfirma erhält den 1. Platz im Wettbewerb um das Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN 2019/20  

Fachnetzwerk Schülerfirmen
© DKJS

Seit 2016 versorgt die Schülergenossenschaft „Auszeit“ der Nelson Mandela Gesamtschule ihre Mitschülerinnen und Mitschüler in der Pause mit frischen, gesunden Produkten aus der Region. Im letzten Jahr haben die Jugendlichen viel Zeit und Kraft in die Eröffnung eines neuen Cafés gesteckt. Aufwand und Engagement haben sich gelohnt: Die Schülerfirma hat sich gegen 130 Mitbewerber durchgesetzt und gewinnt den 1. Platz im Wettbewerb um das Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN des Fachnetzwerks Schülerfirmen.  

Zur Preisverleihung luden die Schülerinnen und Schüler am 17.09.2020 in ihr neues Café ein. Vor Ort waren der erste Beigeordnete der Stadt Greven, ein Jugendamtsleiter, Vertreter der Bezirksregierung Münster und Pressevertreter, was deutlich zeigt, wie viel Wertschätzung die Arbeit der Jugendlichen bereits in der Stadt und darüber hinaus genießt. Die stellvertretende Schulleiterin begrüßte die Anwesenden und war sichtlich stolz auf die Jugendlichen. 

Die Schülerfirma überzeugte die Jury mit ihrer liebevoll gestalteten Website, einem stimmigen und zukunftsfähigen Gesamtkonzept sowie einfallsreichen Marketingideen. Dass die Schülergenossenschaft im Herzen der Schule verankert ist, zeigt die große Resonanz: Derzeit 60 aktive Kinder und Jugendliche arbeiten zusammen daran, ihren Mitschülerinnen und Mitschülern täglich eine „Auszeit“ zu ermöglichen.  

Der Vorstandsvorsitzende von „Auszeit“Tillian Borchmann, 17, freute sich sehr über die Auszeichnung: „Wir haben schon einige Preise gewonnen, aber an diesem Preis finden wir besonders, dass wir von einer prominent besetzten Jury ausgewählt wurden. Der 1. Platz in einem bundesweiten Wettbewerb hat schon eine tolle Signalwirkung“.  

Ellen Wallraff überreichte als Programmleiterin des Fachnetzwerks Schülerfirmen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) einen Scheck mit dem Preisgeld von 1000,- Euro. „Ich bin besonders beeindruckt von der hohen Selbstständigkeit der Schülerinnen und Schüler, ihrer Professionalität und ihrem unglaublichen Engagement. Sie meistern Herausforderungen, nutzen ihre Kreativität, setzen auf Teamgeist und Kooperationen. Wenn man hier vor Ort ist, merkt man, was für eine belebende Wirkung die Schülerfirma auf die ganze Schule hat.“ 

„So viel Know-how hat hier sonst keiner“ 

Finja Möller, 14, wurde gerade in die Buchhaltung eingearbeitet: „Mich motiviert die tolle Gemeinschaft und dass junge und ältere Schülerinnen und Schüler zusammenarbeiten, die sonst nichts miteinander zu tun hätten. Und ich finde es tollwie viel Vertrauen mir geschenkt wird, obwohl ich erst so kurz dabei bin.“ Auch Kathi Ebbigmann, 14ist noch neu und meint, dass es für sie in der Einarbeitungszeit zunächst schwierig war, mit dem großen Andrang in den Pausenzeiten zurechtzukommen. Aber das Dranbleiben hat sich gelohnt: Jetzt arbeitet sie am liebsten im Verkauf und lacht viel mit ihren Kolleginnen und Kollegen.  

Jörg Klose, betreuende Lehrkraft, ist sehr beeindruckt von den zahlreichen Kompetenzen der Schülerinnen und Schülern: „Die IT-Abteilung hat die komplette technische Versorgung und Internetausstattung des Cafés selbst geplant und mit der Stadt die Umsetzung verhandelt. Soviel Know-how hat hier sonst keiner.“  

Der Schülerfirma mangelt es nicht an Nachwuchs und zahlreichen neuen Ideen für die Zukunft. Als nächstes wollen sie die Terrasse gestalten und dann wartet noch ein Gartenstück auf sie. 

Mit dem Siegel würdigt die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung (DKJS) bereits zum fünften Mal die ausgezeichnete Arbeit, die in Schülerunternehmen geleistet wird. Wie gut sind die Jugendlichen organisiert? Übernehmen sie selbst die Buchhaltung? Wie sehen Nachwuchsgewinnung und Eigenwerbung aus? Arbeiten sie ökologisch und sozial nachhaltig? Gleichzeitig soll durch die gezielte Überprüfung von Arbeitsstrukturen und -grundsätzen das eigene Handeln reflektiert und weiterentwickelt werden.  

Trotz der Corona-bedingten Schulschließungen haben sich über 130 Schülerfirmen für das Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN 2019/20 beworben. Am 2. September tagte die Fachjury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Wissenschaft, Unternehmen, Genossenschaftsverband, Stiftungen und Schülerfirmen, und benannte drei Gewinnerinnen und Gewinner sowie die Sonderpreisträgerinnen und -träger. 

Alle Gewinner des Qualitätssiegels KLASSE UNTERNHEMEN sowie mehr Infos zum Fachnetzwerk Schülerfirmen: www.fachnetzwerk.net 

Foto: ©DKJS 2020 

 

Zurück

Print

News

Im Vorfeld hatten die Schülerfirmen eine Goodie Bag mit Stiften, Süßigkeiten und Stimmungskarten erhalten, die sie in der Onlineveranstaltung nutzen konnten.
© DKJS

Zweites Transferforum #SchülerfirmenDigital findet online statt

Virtueller Austausch: Mit an Bord waren sowohl die neu am Modellprojekt teilnehmenden Schülerfirmen als auch die Schülerunternehmen aus dem Jahr 2019/20.

Weiterlesen …

Fachnetzwerk Schülerfirmen
© DKJS

Grevener Schülerfirma erhält den 1. Platz im Wettbewerb um das Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN 2019/20  

 Die Schülerfirma "Auszeit" hat sich gegen 130 Mitbewerber durchgesetzt und gewinnt den 1. Platz im Wettbewerb um das Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN des Fachnetzwerks Schülerfirmen.  

Weiterlesen …

Fachnetzwerk Schülerfirmen
© DKJS

Das sind die Preisträgerinnen und Preisträger 2019/20

Seit dem 2. September stehten die drei Gewinnerinnen und Gewinner des Qualitätssiegel KLASSE UNTERNEHMEN 2020 fest. Auch die Sonderpreise wurden vergeben.

Weiterlesen …

Beratung vor Ort

Das Fachnetzwerk Schülerfirmen arbeitet derzeit mit regionalen Service- und Koordinierungsstellen in fünf Bundesländern zusammen.

Unterrichtsmaterialien

Unterrichtsmaterialien für
Lehrerinnen, Lehrer und alle,
die Schülerunternehmen begleiten

Qualitätssiegel

Auszeichnung von Schülerfirmen nach den Qualitätskriterien des Fachnetzwerks Schülerfirmen

Fähigkeiten erkennen und Kompetenzen erwerben

Viele Schülerinnen und Schüler finden keinen Ausbildungsplatz oder brechen vorzeitig Studium und Lehre ab, während Unternehmen dringend geeignete Auszubildende sowie Fachkräfte suchen.

Wirtschaft begreifbar machen

Wie funktioniert Wirtschaft? Was ist Buchhaltung? Welche Rechte habe ich als Verbraucher? Erst, wenn junge Menschen Zusammenhänge in der Wirtschafts- und Arbeitswelt verstehen, können sie zu mündigen Bürgern – und Konsumenten – heranwachsen.

Nachhaltig ökologisch, sozial und ökonomisch wirtschaften

Nachhaltigkeit ist in der Bildungsdebatte ein relevanter Faktor geworden:
Wie kann etwas auf Dauer wirksam, nutzbar und nützlich sein, ohne dass sich seine Ressourcen verbrauchen?

Kreativität, Innovation und selbstständiges Denken und Handeln fördern

„Unternehmerisches Denken und Handeln“ – diese Kompetenzen beziehen sich nicht nur auf Unternehmensgründungen oder -führung.

Gemeinsam lernen – individuell lernen

In Schule und Ausbildung spielt neben der Vermittlung von Fachwissen das Entwickeln von Orientierungskompetenzen, selbstverantwortlichem Handeln, Selbstvertrauen und das Entwickeln realistischer Zukunftsperspektiven längst eine entscheidende Rolle.

Von guter Zusammenarbeit profitieren

In Schule und Ausbildung spielt neben der Vermittlung von Fachwissen das Entwickeln von Orientierungskompetenzen, selbstverantwortlichem Handeln, Selbstvertrauen und das Entwickeln realistischer Zukunftsperspektiven längst eine entscheidende Rolle.

Von der App bis zur Solaranlage – MINT ganz praxisnah

Warum eignet sich Honig gut als Bestandteil für Lippenbalsam? Wie funktioniert eine Solarzelle? Wie lässt sich Kunststoff am besten recyceln? Biologie, Chemie, Physik, Informatik und Mathematik bilden wichtige Grundlagen in der heutigen Unternehmenslandschaft, zunehmend neue Berufe entstehen und entsprechende Fachkräfte werden dringend gesucht.

Neue Lernräume entdecken

Digitale Medien und Werkzeuge sind für Jugendliche längst selbstverständlich. Auf unterschiedlichen ‚mobile devices‘ (mobile Endgeräte) kommunizieren sie mit Freunden, schauen Videos und Fotos an und laden diese hoch, hören Musik, lernen Mathe mit Tutorials bei Youtube oder beschaffen sich Informationen.