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Preisträger des Qualitätssiegels KLASSE UNTERNEHMEN

Einen spannenden Workshop-Tag im betahaus Coworking Berlin erlebten gestern die drei besten Schülerfirmen der Qualitätssiegelträger KLASSE UNTERNEHMEN 2016: die Schülerfirma „Hand in Hand“ aus Halle, das „Café Tasca“ aus Neuruppin und „Die Kochmützen“ aus Barth. Der Workshop zum Erstellen eines eigenen Imagespots war neben Geldpreisen Teil des Gewinns. Im betahaus erfuhren die Jugendlichen außerdem, was Coworking eigentlich ist und wie das aussieht. Dort sind nicht nur kleine Start-ups zu Hause, sondern auch Teams aus großen Unternehmen. Diese suchen die Nähe zum Ideen- und Innovationsreichtum der jungen Kreativen. Im Gespräch mit betahaus-Gründer und Geschäftsführer Max von der Ahé wurde schnell ein weiterer Mehrwert klar: Freelancer oder junge Unternehmen treffen auf die Großen als potentielle Kunden, das Vernetzen untereinander geht viel schneller, und auch Feedback lässt sich gleich vor Ort einholen. „Habt Vertrauen und glaubt an euch, seid mutig und lasst Veränderungen zu“, bestärkte von Ahé die Schülerinnen und Schüler.

 

Den Nachmittag nutzten die Jungunternehmer, um eigene Stop-Motion-Imagespots für ihre Schülerfirma zu produzieren. Professionelle Unterstützung bekamen sie dabei vom kijufi – Landesverband Kinder- und Jugendfilm Berlin e. V. Entstanden sind witzige, kurzweilige Filme, die die Schülerfirmen gut für ihre Öffentlichkeitsarbeit nutzen können. Genauso wie das Siegel: „Es gab viele gute Konkurrenten, wir sind froh, dass wir es auf Platz 2 geschafft haben. Nächstes Ziel ist natürlich Platz 1“, sagte Filip R. von der Schülerfirma „Café Tasca“ aus Neuruppin. „Das Siegel ist ein Aushängeschild. Das hat sich rumgesprochen, wir waren auch schon in der Zeitung, und das Fernsehen und Radio waren schon da. So viel Aufmerksamkeit haben wir noch nie gehabt“, bestätigte Sven Ludwig, begleitender Lehrer der interkontinentalen Schülerfirma „Hand in Hand“ aus Halle.

 

Erlebbares Lernen

 

„Wir lernen nicht nur simplen Schulstoff, sondern auch etwas, das für uns später noch wichtig sein kann“, so der 16-jährige Filip. „Wenn junge Leute sich für einen Beruf oder ein Studium entscheiden wollen, dann brauchen sie vorher auch Möglichkeiten, sich die Berufswelt heranzutasten, erste Erfahrungen zu sammeln, Interessen zu entwickeln. Die Schülerfirma ist für uns der absolute Gewinn“, erläuterte Gunter Haas, Schulleiter der KGS Ulrich von Hutten aus Halle, und erzählte, wie die Kooperation der Schülerfirma mit einer Schule im Senegal dann Anlass für die Mitgliedschaft in der Arbeitsgruppe Fair Trade der Stadt Halle war und seine Schule außerdem Unesco-Projektschule wurde. „Es entstand ein Netzwerk, in dessen Mittelpunkt die Schülerfirma stand“, so Haas.

 

Am Abend durften die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer sich endlich selber feiern und nahmen ihre Sieger-Urkunden entgegen.

 

Mit der Preisverleihung am Tag der Bildung verwies die DKJS auf die Bedeutung von Ökonomischer Bildung für Kinder und Jugendliche. „Wir können nicht früh genug damit beginnen, Kinder zu selbstständigem Denken und Handeln zu befähigen. Eigene Ideen umsetzen, Verantwortung übernehmen, praxisnah lernen und sich reflektiert mit wirtschaftlichen Zusammenhängen auseinandersetzen– in Schülerfirmen erwerben Kinder und Jugendliche viele Kompetenzen, von denen sie in der Schule und im späteren Ausbildungs- und Arbeitsleben profitieren“, sagte Matthias Krahe, Programmleitung Ökonomische Bildung und Entrepreneurship Education bei der DKJS. Den Tag der Bildung haben im vergangenen Jahr der Stifterverband, SOS-Kinderdörfer und die Deutsche Kinder- und Jugendstiftung ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung chancengerechter Bildung für Demokratie und Zukunft hinzuweisen.
www.tag-der-bildung.de

 

Informationen zu den drei Gewinner-Schülerfirmen:

 

Platz 1: „Hand-in-Hand“, KGS Ulrich von Hutten, Halle, Sachsen-Anhalt
Die Schülerfirma vertreibt seit vier Jahren Produkte, die von senegalesischen Schülerinnen und Schülern der Partnerschule selbst hergestellt werden. Das Ziel der Schülerfirma ist es, eine Verbesserung des Lebens- und Lernumfelds der Schülerinnen und Schüler der Partnerschule zu erreichen, getreu dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe geben – Hand in Hand“. Die Schülerfirma hat sich bereits zum dritten Jahr in Folge erfolgreich um das Qualitätssiegel beworben und konnte die Qualität ihrer Arbeit in diesem Zeitraum deutlich verbessern, was sich in der durchweg sehr guten Bewertung der Unterlagen niederschlägt. Die Jury war außerdem begeistert davon, wie und mit welchem Engagement die Schülerfirma ihre Tätigkeiten in Kooperation mit der Partnerschule und Partnerschülerfirma im Senegal umsetzt.
Hier geht´s zum Spot der Schülerfirma "Hand in Hand"

 

Platz 2: „Café Tasca“, Evangelische Gesamtschule Neuruppin, Brandenburg
Die Schülerinnen und Schüler betreiben ein Schülercafé, das von ihren Mitschülerinnen und -schülern sowie den Lehrkräften sowohl tagsüber als auch für Abendveranstaltungen wie Lesungen und Vorträge genutzt wird. Dabei fühlt sich die Schülerfirma dem Prinzip des fairen Handels verpflichtet und bezieht u. a. fair gehandelten Kaffee und Tee von einem örtlichen Kooperationspartner. Die Jury zeigte sich beeindruckt von dem professionellen Geschäftsbericht des Unternehmens und dem einmaligen Teamgeist, der aus den Unterlagen und der Webpräsenz deutlich ersichtlich wurde. Das Unternehmen zeigt eindrucksvoll, wie sich Schülerfirmen im Schulalltag verankern lassen und diesen positiv beeinflussen.

Hier geht's zum Spot der Schülerfirma Café Tasca

 

Platz 3: „Die Kochmützen“, Jan-Komenius-Förderschule in Barth, Mecklenburg-Vorpommern
„Die Kochmützen“ kümmern sich um eine gesunde Pausenversorgung an ihrer Schule und bieten unter dem Motto „gesunde Ernährung!“ ihr selbstgebackenes Brot und andere selbst zubereitete Pausensnacks an. Die Schülerfirma überzeugte die Jury mit der ständigen Weiterentwicklung ihrer Arbeit und der Art, wie sie sich dabei innovativ immer weitere Geschäftsfelder erschließt. Gelobt wurde auch der durchweg nachhaltige Ansatz des Unternehmens, das u. a. Produkte aus dem Schulgarten und kompostierbares Geschirr benutzt.

Hier geht´s zum Spot der Schülerfirma "Die Kochmützen"

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