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Nachhaltigkeit ganz neu gedacht: Schülerfirmen besuchen die Thüringer Aufbaubank

© Thüringer Aufbaubank

Die AG „Nachhaltige Schülerfirmen Thüringen“ lud an diesem Donnerstag zum „7. Schülerfirmengipfel der Nachhaltigkeit“ ein. Neun Schülerfirmen aus ganz Thüringen waren angereist, um sich bei der der Thüringer Aufbaubank (TAB) in Erfurt über die nachhaltige Arbeit eines wirtschaftlich agierenden Unternehmens zu informieren. In Workshops und Gesprächen erfuhren die Schülerinnen und Schüler bei der TAB, wie die Bank arbeitet und wie Konzepte zur Nachhaltigkeit im Unternehmen entwickelt und umgesetzt werden.

Wie jedes Jahr stand der Tag unter dem Motto: Wie gelingt nachhaltiges Wirtschaften in einem realen Unternehmen? Und wie kann unsere Schülerfirma nachhaltiger werden? Wie kann unsere Schülerfirma nachhaltiger werden?

In einem Rundgang durch die Thüringer Aufbaubank zeigte das Umwelt-Team den Jugendlichen zunächst, welche Maßnahmen bereits umgesetzt wurden –  vom recycelten Teppichboden aus Fischernetzen, Bewegungsmeldern statt Dauerbeleuchtung bis hin zu Elektrofahrzeugen als Firmenwagen. In drei Workshops beschäftigten sich die Jugendlichen im Anschluss mit der Weiterentwicklung ihrer Schülerfirma.

Im Workshop „Vom Energieverschwender zum Energieverwender“ drehte sich alles um Energie sparen und den Einsatz von Ressourcen. Nach einem Interview mit Silvio Zahn aus dem Umwelt-Team der TAB entwickelten die Jugendlichen viele Ideen, um in der Schülerfirma aber auch zu Hause mit einem neuen Blick auf Stromverbrauch und Ressourceneinsatz zu schauen. Ganz besonders relevant war der Workshop für Schülerfirmen im Cateringbereich. Worauf können wir in der Schülerfirmenküche sowie beim Ein- und Verkauf achten, fragten sich die Schülerinnen und Schüler.

Im Workshop „Werbung und social media – Profistrategien für eure Produkte“ stellten die Teilnehmenden Kommunikationswege auf den Prüfstand. Dabei gab die Thüringer Aufbaubank Einblicke in ihre Marketingstrategien und die Jugendlichen entwickelten individuelle Marketingkonzepte für ihre Schülerfirma. Eine wichtige Erkenntnis formulierte eine Lehrerin treffend so: „Auch kleine Schritte führen zum Ziel.“

Wie Schülerfirmen auf Partner zu gehen können um diese für Kooperationen zu gewinnen, diskutierten die Jugendlichen und ihre Begleitungen im Workshop „Schülerfirma goes big – besser wirtschaften mit Partnern“. Stephan Beier von der TAB erklärte, wie wichtig ein Businessplan ist und worauf Schülerfirmen bei der Suche nach Kooperationspartnern achten sollten. „Eine wichtige Erkenntnis für mich war, wie wichtig der erste Eindruck bei einem potenziellen Partner ist“, erzählte eine Schülerin im Nachhinein.

Das Resummé der Schülerinnen und Schüler: „Ich kann selbst etwas für Nachhaltigkeit tun.“ Damit die Jugendlichen gleich selbst den Stromverbrauch in Schule und zu Hause messen können, gab es für jede Schülerfirma am Ende des Tages ein Strommessgerät. Aber auch eine Hausaufgabe: Schickt uns bis Mitte Juni eine Postkarte mit den wichtigen Erkenntnissen des Tages! Drei konkrete Fragen gibt es nun im Nachgang zu beantworten:

  • Ihr arbeitet bereits nachhaltig? Was macht ihr und warum?
  • Welche neue Maßnahme kann eure Schülerfirma (noch) nachhaltiger machen?
  • Welche Veränderung wollt ihr in eurer Schülerfirma in Zukunft umsetzen?

Veranstalter

Die AG „Nachhaltige Schülerfirmen“ besteht aus Vertreterinnen und Vertretern des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport, der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung, der IHK Erfurt, des Senior Experten Services und der Stabsstelle Nachhaltigkeitsmanagement der Stadtverwaltung Erfurt. Federführend ist dabei die Koordinierungsstelle Schülerfirmen Thüringen der Deutschen Kinder- und Jugendstiftung. Sie ist Mitglied im Fachnetzwerk Schülerfirmen.

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